Archiv für März 2018

Es Stinkt

…und zwar gewaltig! Dass sächsische Provinzen als Wohlfühloasen für hängengebliebene, konservative Spinner, Patriot*innen und Neonazis dienen ist kein Geheimnis. Perspektivlosigkeit und das raue politische Klima motiviert viele Menschen, nach und nach, in die Stadt zu fliehen. Die Folge ist ein moralisches und vor allem politisches Vakuum, in dem sich die braune Soße hervorragend festsetzen kann und neu aufgekocht wird. Es entsteht mehr und mehr Raum für die Verankerung von regressivem Gedankengut, wie Nationalismus, Rassismus und all den damit verbundenen Unterdrückungsmechanismen.Somit entwickeln sich regelrechte braune Comfort Zonen, in denen sich rechte und rechtsoffene Struckturen jeglicher Couleur problemlos festigen und weiter vernetzen können.
In Ostritz, in der sächsischen Lausitz, steht bald das wahrscheinlich größte Noenazifestival Deutschlands im Jahr 2018 an, verknüpft mit einem Kampfsportevent. Themar hat gezeigt wie die Feierlichkeit aussehen wird: Nazis können „Sieg Heil“ gröhlend die hetzerischen und rassistischen Inhalte ihrer Bands abfeiern. Je länger diesem treiben zugeschaut wird und je öfter derartige Veranstaltungen zugelassen werden, desteo sicherer fühlen sich Veranstalter*innen und Besucher*innen auf ihrem wiedergewonnenen Spielfeld.
Mittlerweile formiert sich jedoch ein breiter Protest gegen diese Veranstaltung, da nicht davon auszugehen ist, dass die zuständigen Behörden in irgendeiner Form tätig werden, das braune Treiben zu verhindern. Wie schon in Themar, werden ebenfalls polizeilicherseits eher wenige Interventionen zu erwarten sein. Somit ist es an uns, die Steine wieder in den Weg zu legen, von denen schon viel zu viele wieder beseite geräumt wurden.
Unterstützt die Menschen, welche vor Ort leben und sich mit ihren Engagement klar von der Naziveranstaltung distanzieren! Stärkt die Strukturen, welche den Gegenprotest organisieren! Lasst die Nazis nicht in Ruhe feiern, sondern entfacht einen Gegenwind, der den Gestank aus Ostritz wegbläst, und sorgt dafür, dass er sich auch nirgendwo anders niederlegen kann.
Wir unterstützen die kürzlich erschienene Pressemitteilung der Initiative „Rechts rockt nicht!“.
Keinen Fußbreit den Faschismus!