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Schweigemarsch Stoppen!

Wie schön diese Berg- und Tallandschaften des Erzgebirges doch sind. Hier ist alles noch so, wie es früher einmal war. Diese scheinbar wundervolle Idylle bietet allerdings auch viel Platz für ein Sammelsurium aus diversen konservativen und menschenverachtenden Gedankengut. Der klassische Vater-, Mutter-, Kindgedanke ist eine von vielen inhaltlichen Überschneidungen, die zwischen evangelikalen und nationalistisch- rassistischen Gruppen bestehen, welche im Erzgebirge auch recht offen miteinander sympatisieren. Es stört sie ja auch niemand. Seit 2010 wird in Annaberg Buchholz zu sogenannten „Schweigemärschen“ mobilisiert, bei denen gegen Abtreibung demonstriert wird. Die Provinz gegen den Fortschritt – wenn CDU Wähler*innen mit offen rechts angesiedelten Gruppen gemeinsam mit Evangelikalen atemlos in die Barberei gehen.

Wir solidarisieren uns mit den Gegenprotest. Kommt am Montag, den 12. Juni 2017 nach Annaberg-Buchholz. 17 Uhr, Parkplatz Geyersdorfer Straße gegenüber Feuerwache.

Dr. U in deinem Drecksnest

An alle die uns kennen, oder uns kennenlernen möchten… Wir wollen auf Tour gehen. Wenn ihr uns in eurer Lokation haben möchtet oder Empfehlungen habt wo wir auftreten könnten, dann schreibt uns gern an.

Besser geht´s fast nicht

Wenn auch etwas spät, wir bedanken uns für 2 großartige Abende. Berlin und Leipzig sind zwei absolut sehenswerte Städte, das steht ohne Zweifel fest. Jedoch einen Auftritt in diesen Städten zu haben ist immer etwas besonderes. Trotz dass wir einige Reiseschwierigkeiten hatten, haben wir es zu beiden Auftritten rechtzeitig geschafft und 2 Gigs gespielt, welche sich auf jeden Fall in der langen Reihe der unvergesslichen Nächte ganz oben mit einordnen. Das lag nicht zuletzt daran, dass sowohl im Tommyhaus, als auch im Atari für eine Top Bandbetreuung gesorgt war. Es gab leckeres Essen, ausreichend Getränke und die Menschen waren motiviert mit uns mitzufeiern. Da bleibt uns wieder einmal nur zu sagen: „Wir kommen gern wieder.“
Als nächstes steht uns diesen Samstag ein lang geplanter Auftritt bei dem Festival -This is Chemnitz- bevor. Wir freuen uns sehr dass wir eingeladen wurden und können es kaum noch erwarten die Bühne zu bespielen. Wie gut das wir relativ am Anfang spielen,-)
Doch das sind noch lang nicht alle Neuigkeiten… Das Line Up für die Proberaumfesttage ist nun vollstens abgerundet, doch da brauch ich hier nicht großartig drauf eingehen, schauts euch einfach selber bei >>Tanz im „Raum“<< an.
Wie versprochen, das Jahr läuft weiter, es wird nicht ruhig um uns… Kampf der Realität geht weiter.

Stand der Dinge

Stillstand wäre das falsche Wort. Nachdem wir unsere Proberaumfesttage verschieben mussten, haben wir 6 Gigs gespielt, einen neuen Termin für den >>Tanz im Raum<< eingerichtet und sind dabei, die vielen kleinen Ideen in unseren Hinterkopf so zu koordinieren, dass sie eventuell auch einmal in die Tat umgesetzt werden können. Der für unsere Verhältnisse gut gefüllte Terminkalender in diesem Jahr hat uns ehrlich gesagt ein wenig überascht, doch das ist echt kein Grund zum jammern. Im Gegenteil. Der damit verbundene Zuspruch gibt uns immer wieder ein gutes Bauchgefühl mit in den Alltag. Wir mussten allerdings auch feststellen, dass es Streckenweiße etwas kräftezehrend sein kann und so einfache, aber essentielle Sachen wie z.B. Proben gar nicht mehr so leicht nebenbei einzurichten sind. Aber der Sommer ist ja nun vorbei, es fängt endlich wieder an kälter zu werden und tagelang zu Regnen… bestes Probewetter.
Da die Proberaumfesttage nun wieder in der Planung sind, werden wir uns auf dieser Seite bestimmt wieder des öfteren melden… zumindest wird immer fleißig aktualisiert. Und als erstes sind wir froh, dass wir Ende nächster Woche wieder einmal im Kreis fahren… wir präsentieren uns erst in Berlin, dann in Leipzig und dann geht´s wieder zurück. Ruhig wird es also bis Ende des Jahres nicht um uns werden, soviel können wir versprechen.

Keine Zeit zum Feiern

Eigentlich sollten am kommenden Wochenende unsere Proberaumfesttage stattfinden. Aus gegebenen Anlass haben wir diese allerdings abgesagt und werden sie in die 2. Jahreshälfte verschieben.
Wer in Sachsen lebt und sich sowohl von Rechts als auch von der selbstverliebten Mitte der Gesellschaft abgrenzt, hat es nicht einfach. In Schneeberg hatte sich zuletzt das gemeine Provinzvolk als scheinbar ungerecht behandeltes Bürgertum wahrgenommen, und sich mit den „VolksgenossInnen“ der NPD Hand in Hand auf den öffentlichen Plätzen der Stadt formiert . Die „Lichtelläufe“ verdeutlichten prägnant, wie zugemüllt die Köpfe mit Rassismus und Chauvinismus auch in der sogenannten Mitte der Gesellschaft sind. Klar…!; wer sich mit nichts besseren als der 40h – Woche identifizieren kann, wer erschöpft von seinem Arbeitsalltag ist, wer denkt sich schlecht fühlen zu müssen, weil gerade keine erwerbstätige Arbeit ansteht, dem scheint das Hinterfragen komplexer gesellschaftlicher Probleme natürlich zu anstregend. Folglich dienen einfache, völlig haltlose Erklärungen – nach der Devise der gemeine „Asylant“ muss weg, dann wird alles besser – als selbstbefriedender Synapsenkit.
In anderer Weise spiegelt sich diese Denkungsart beispielsweise auch bei den inhaltslosen Montagsdemonstrationen wider. Hierbei sind die beiwohnenden Menschen dem Wahn verfallen, dass sie mittels ihrer bloßen Anwesendheit an ihren Feierabendhappenings den Frieden auf der Welt herbeibeten können: Ein bisschen „Ami go home“, ein Stück zürück in den Wald und alle Macht dem Volk und dann ist der ewige (deutsche) Weltfrieden da. Der Wahnwitz bei dieser Angelegenheit ist jedoch, dass zum Thema Frieden relativ wenig beigetragen wird und stattdessen ein bunter Strauß von Verschwörungstheorien heruntergebeten wird. Diese werden dann mit tobenden Applaus abgefeiert. Auch an diesem Phänomen lässt sich zeigen, wie leicht die Menschen mit einfachen Behauptungen zu befrieden sind, obwohl dies ein mindestmaß eines kritischen Verständnisses komplexer gesellschaflicher Verhältnisse und der politischen Ökonomie vorraussetzt – und noch schlimmer –, welche sie scheinbar auch nicht verstehen wollen. Im Zuge dieser Bewegung haben sich Menschen, welche weder Rechts noch Links noch sonst irgendwas sein wollen, sich selbst zuletzt in Dresden ebenfalls lautstark als „Ein Volk“ bezeichnet.
Dies spielt Neonazi-Kameradschaften und Autonomen Nationalisten natürlich gut in die Karten, die mit dem seit 2009 stattfindenden „Tag der deutschen Zukunft“ (TddZ: Das größte momentane deutsche Nazievent), diesen SAMSTAG IN DRESDEN bei der deutschen Volk sbewegung anklang finden wollen um ihrer Bewegung einen weiteren Aufschwung zu geben. Natürlich kann nicht allen Menschen, welche sich unter die Rubrik „Das Volk“ einordnen wollen, vorgeworfen werden, dass sie sich mit dem TddZ verbunden fühlen. Dennoch wird bei solchen Neonazievents deutlich, wohin völkisches Denken führen kann oder führen soll. Am Samstag werden in Dresden 1000 – 1500 Neonazis erwartet. Diese wollen quasi auf den „Straßen des Volkes“ von „Asylmissbrauch“ und „Überfremdung“ sprechen und genau an die Ängste und Befürchtungen der „durchschittsdeutschen“ BürgerInnen anknüpfen.
An einem solchen Tag haben wir keine Lust zu feiern und es ist für uns notwendig den „Braunen Mob“ mit bedingungsloser Abweisung entgegenzutreten. Wir fordern daher ebenfalls alle Menschen dazu auf, die den Anspruch an eine zivilisierte Gesellschaft ohne Ausgrenzung, Unterdrückung und Ausbeutung teilen, sich dieser Bewegung entgegenzustellen und sie zu blockieren!!!!!!! So soll den Nazis ihre Zukunft genommen werden, ein weiteres großes Nazievent verhindert werden, damit sich die Mehrheit der Menschen nicht dazu veranlasst fühlt eine rückschrittliche Gesellschaftsentwicklung zu unterstützen. Wir stellen uns solidarisch zu dem Aufruf „Keine Zukunft für Nazis“ und sehen die vollständige Blockade dieser Demonstration als einzig sinnvolle Aktion an, diesem menschenverachteten Weltbild entgegenzutreten. Es geht nicht um die Schaffung eines selbstbeweihreucherten guten Gewissens, sondern DARUM rassistischen, homophoben, sexistischen, chauvinistischen, nationalistischen und antisemitischen Gedankengut keinen Raum mehr zu seiner Entfaltung zu bieten.
Nie Wieder Deutschland!