Archiv der Kategorie 'Undeutsches'

Dr. U im Exil

Voll gepackt mit tollen Sachen, die das Leben schöner machen. Bei so viel Trouble und inhaltlicher Auseinandersetzung mit der sächsischen Tristesse, tut es gut einfach mal raus zu kommen. Wir freuen uns auf 2 wunderschöne Abende. Zuerst führt uns unser Road Trip nach Potsdam in die U24, wo wir mit Nerf zusammen spielen und am Samstag rollen wir weiter in den Knast nach Magdeburg, damit wir ein Programm mit Faust X Bein, Miztake und Stay Behind abrunden können. Weekendfeeling im Underground. Besucht uns, feiert mit uns und erlebt ein genau so schönes Wochenende, wie wir es haben werden. Stay Punk // Stay Undeutsch.

Extrem_ist_in

Weiter im Text. Sachsens Demokratie, ein Bündnis welches seit 2011 gegen autoritäre Zustände und für eine antifaschistische und emanzipatorische Option in Sachsen steht, hat uns zu Wort kommen lassen. Wir haben ein Interview in der Serie extrem_ist_in gegeben und reden über unsere aktuelle Situation.

Gefährlich?

Eine kleine Zusammenstellung aus Artikeln zum Thema „linksextremistische Musikszene“. Wie der Verfassungsschutz Punkbands kriminalisiert und der fragwürdige Umgang des MDR’s mit diesen Thema.

Aus dem Kontext gerissen: Wie der MDR über eine „linksextreme“ Band berichtet

„Die Kriminalisierung antifaschistischen Engagements hat im ‚Freistaat Sachsen‘ Tradition“

88 für Sachsen

Hardcore im Kriminalpräventiven Rat

Statement zum MDR-Aktuell Beitrag

„Nicht nur Feine Sahne Fischfilet“
Es ist wirklich beeindruckend, wie viel Mühe sich der sächsische Verfassungsschutz gibt, ein Problem zu schaffen, wo keines ist. Nach der Veröffentlichung des VS- Berichtes 2017 werden zunehmend Bands als Beobachtungsobjekt „linksextremistische Musikszene“ geführt. Offenbar genügend, um bei den öffentlich- rechtlichen anzuklopfen und einen kleinen Audiobeitrag zum Thema zu veröffentlichen. Der aktuelle sächsische VS- Bericht ließt sich ohnehin schon wie eine mit „ausreichend“ bewertete Hausarbeit im 1. Semester Politikwissenschaft. Mit dem schlecht recherchierten und einseitig dargestellten Beitrag vom 28.01.19 hat der MDR jedoch zusätzlich noch seine eigene Inkompetenz zum Thema preisgegeben. Zum einen hätten wir da den Skinhead – Nazi – Vergleich, der vermuten lässt, dass sich der MDR zum letzten mal Anfang der 90er Jahre mit einer ähnlichen Thematik befasst hat. Und zum anderen wurde eine unserer Strophen zitiert, welche aus dem Kontext des gesamten Songs gerissen wurde. Die Aussage „…dann gibt‘s halt auf die Nase…“ ist kein Aufruf zur Gewalt, sondern bezieht sich auf den Schluss der 1. Strophe. In der heißt es: „Politiker fordern Zivilcourage, doch gehst du auf ne Demo, dann kriegst du auf die Nase“. Die Aussage dahinter ist, dass Menschen die an Demonstrationen teilnehmen, sehr schnell Polzeigewalt zu spüren bekommen. Und der vom MDR zitierte Teil sagt letztlich nicht mehr aus, als das man sich von dieser Polizeigewalt nicht einschüchtern lassen und weiterhin seinen Protest auf die Straße tragen soll. Der Zusammenhang in diesem Text ist an und für sich, aufgrund der einfachen Schreibweise, nicht schwer zu verstehen, weshalb die Fehldeutung Kalkül vermuten lässt. Wenn ein Song wie Zivilcourage ausreicht, um als Beobachtungsobjekt eingestuft zu werden, dann wünschen wir allen Bands in Zukunft viel Spaß, die etwas an der deutschen Demokratie zu kritisieren haben.
Unser Ratschlag an die Protagonist*innen des Beitrags: „Wenn ihr schon nichts besseres zu tun habt, als Punkbands zu kriminalisieren, dann beschäftigt euch doch bitte auch ausführlich damit. Vielleicht nimmt euch dann auch irgendwann mal wieder jemand ernst. Es braucht nicht besonders viel politisches Know-How um zu verstehen, dass linke Bands eine höhere gesellschaftliche Akzeptanz haben, als offen rassistische Bands, eben weil wir uns bewusst gegen Rassismus aussprechen. Vielleicht lässt die nächste Haushaltsverabschiedung für Herrn Meyer-Plaht mal eine kleine Fortbildung springen… Bis dahin hätte der MDR dann Zeit, um etwas an seinen Recherchefähigkeiten zu arbeiten.“
Stay Punk // Stay Undeutsch

Support Pro Choice!

Auch in diesem Jahr wollen wieder Abtreibungsgegner*innen ihren Schweigemarsch in Annaberg-Bucholz durchführen. Als ob die rechtliche Grundlage für Menschen die schwanger werden können, nicht ohnehin schon restriktiv genug ist, lädt der Verein „Lebensrecht Sachsen“ zum alljährlichen Schweigemarsch ein. Bei diesem so genannten „Schweigemarsch für das Leben“ handelt es sich unmissverständlich um einen Nationalistischen, Sexistischen und homo-, trans-, inter*phoben Auflauf. Einfach nur Ekelhaft!
Wir sind froh, dass Pro Choice, wie auch in den letzten Jahren, überregional zu einem bunten und kreativen Protest aufruft. Damit es in der Stadt vom vielen Schweigen nicht zu ruhig wird, wird sogar ein Open Air Konzert auf die Beine gestellt. Danke, dass ihr diesen notwendigen Protest organisiert. Wir solidarisieren uns mit den Forderungen des Aufrufes von Pro Choice – Schweigemarsch Stoppen!

Für ein selbstbestimmtes Leben kämpfen:
Die Abschaffung des §218 StGB! Abtreibungen müssen legal, kostenlos und sicher sein!
Informationsfreiheit umsetzen! Es muss möglich sein öffentlich über Abtreibungsmöglichkeiten aufzukären! §219a StGB abschaffen!
Inklusion leben! Für eine Gesellschaft, in der es keine Rolle spielt, ob ein Kind mit oder ohne Behinderung auf die Welt kommt!
Die Gleichberechtigung aller sexuellen Lebensweisen und geschlechtlichen Identitäten!
Weltweiten kostenlosen Zugang zu Aufklärung über den menschlichen Körper und Sexualität, sowie Verhütungsmitteln!

Kommt am 16. Juni 2018 nach Annaberg-Buchholz! Fundis und Rechten den Tag versauen!